Update – Zwischenstand der Spendenkampagne: knapp ein Viertel des Spendenziels wurde erreicht

Seit dem 10. Januar läuft unsere Kampagne für Lenk-Kunst zum Thema Stuttgart 21 und zur Würdigung des Widerstands gegen das Monsterprojekt.

100.000 Euro sind das Ziel der Sammlung. Betont sei, dass damit nur die Materialkosten und die Fremdarbeitszeit – die Arbeitszeit derer, die bei dem Werk technische Hilfe leisten – abgegolten werden. Peter Lenk hat in den letzten Wochen in Interviews mit KONTEXT (Internet-Wochenzeitung mit Printbeilage am Samstag in der taz) und mit dem swr das Projekt vorgestellt. Darüber hinaus erschien im „Südkurier“ ein ganzseitiger Artikel, in dem über das Vorhaben berichtet wird. Weitere Artikel und Berichte sind in Vorbereitung.

Wir haben mit Stand 20. März 2019 Spenden in Höhe von 23.000 Euro und damit knapp ein Viertel der Spendensumme erhalten. Bislang haben 210 Personen gespendet. 20.000 Euro konnten bisher an Peter Lenk überwiesen werden. Damit reduziert sich der deutlich höhere Vorschuss, den Peter Lenk selbst in das Projekt bislang „investierte“.

Im Schnitt liegt der gespendete Betrag bei exakt 105 Euro. Pro Tag gehen aktuell rund 250 Euro an Spenden ein. Es gibt also viele kleinere Beträge, die gespendet werden. Das ist sehr gut. Das spricht dafür, dass es eine breite Basis für das Projekt gibt. Am Ende werden es mehr als 1000 Personen sein, die das Kunstwerk finanziert haben. Wobei das jetzt nicht heißen soll, dass etwas dagegen spricht, wenn mal ein Mäzen die Kampagne mit einem großen, vierstelligen Euro-Betrag beschleunigt…

Inzwischen gibt es Spenden aus dem ganzen Bundesgebiet; vor allem aber Spenden aus dem Raum Stuttgart. Erwähnt sei jedoch auch, dass weiterhin ein größerer Teil der Spenden aus dem Bodenseeraum und hier aus dem Badischen kommen. Warum? Nun, dort kennt man Lenk-Kunst. Und ist von ihr begeistert.

Beim aktuellen Verlauf der Kampagne gehen wir weiter davon aus, dass das Spendenziel bis Herbst 2019, gegebenenfalls bis Ende des Jahres, erreicht sein wird. Das deckt sich mit den Planungen zur Präsentation und Aufstellung der Skulptur in Stuttgart.

Allen Spenderinnen und Spendern sei hiermit ganz herzlich gedankt – nicht zuletzt seitens Peter Lenk.

Jede und jeder, der 100 Euro oder mehr spendet, erhält – wenn gewünscht, entweder das Buch von Peter Lenk „Skulpturen – Bilder – Briefe – Kommentare“ oder das Buch von Winfried Wolf „abgrundtief + bodenlos. Stuttgart 21, sein absehbares Scheitern und die Kultur des Widerstands“ – jeweils handsigniert von P. Lenk bzw. W. Wolf.

NEU: Wer 200 Euro und mehr spendet, kann beide Bücher – ebenfalls signiert – zugesandt bekommen.

Die ersten 69 Bücher gingen Ende Februar an die entsprechenden Spenderinnen und Soender. In den nächsten Tagen wird es die nächste große Aussendung mit weiteren rund 50 Büchern geben.

Wir freuen uns, wenn für unsere Kampagne geworben und unter anderem auf die Website www.lenk-in-stuttgart.de hingewiesen wird.

Für das Kampagnenteam: Winfried Wolf

Größenwahn und Wachstumszwang

Drei zerstörerische Monsterprojekte & eine verstörende Personalie

Winfried Wolf
455. Montagsdemo in Stuttgart – 4. März 2019

Daimler-Chrysler + A380 + Stuttgart21 + der Herr R. G.

Am 4. März fand in Stuttgart die 455. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 statt. Auf dieser hielt Winfried Wolf eine Rede, in der er drei „Monsterprojekte“ mit einander vergleicht: Die Fusion von Daimler und Chrysler aus dem Jahr 1998 – die 2007 im Kladderadatsch endete. Das „größte Flugzeug aller Zeiten“, der Airbus A380, der vor wenigen Wochen mit eier Bruch- und Notlandung endete. Und eben Stuttgart 21. Wobei bei allen drei Projekten  ein und dieselbe Person eine entscheidende Rolle spielte. Vor allem  aber wirkte bei allen drei Monsterprojekten die Triebkraft Wachstumszwang und Profitmaximierung.

„Größenwahn und Wachstumszwang“ weiterlesen

Anschreiben an diejenigen, die im Sommer 2018 den Appel „Ausstieg aus Stuttgart 21 – jetzt“ unterzeichneten


Vorab: Die ZDF-Sendung „Die Anstalt“ brachte am 29. Januar 2019 eine bemerkenswert gute, sachlich zutreffende Sendung zu Stuttgart 21. Siehe:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-29-januar-2019-100.html

Sehr geehrte S21-Appell-Unterzeichnerin, sehr geehrter S21-Appell-Unterzeichner,

der Appell „Stoppen Sie Stuttgart 21 – jetzt“, der am 29. September 2018 in der FAZ als ganzseitige Anzeige gedruckt erschien und den Sie namentlich (mit-) unterzeichneten, hat weitere positive Folgen. Schließlich besteht das Ziel unserer gesamten Kampagne nicht allein in einem Aufruf an den Bundestag und an die Öffentlichkeit. Es geht um nicht weniger als um den tatsächlichen Stopp des Monsterprojekts Stuttgart 21. Schließlich kann es nicht sein, dass seit rund drei Monaten Gott & die Welt von der Krise der Bahn und von neuen abgrundtiefen Finanzlöchern beim Bahnkonzern reden und schreiben, Bund und Bahn jedoch in Stuttgart weiterhin ein Großprojekt verfolgen, das insgesamt zehn Milliarden Euro verschlingen wird und für das mit Stand Ende Januar 2019 zusätzliche sieben Milliarden Euro an öffentlichen Geldern ausgegeben werden sollen. Und all das mit dem Ziel, einen bestehenden, funktionierenden Kopfbahnhof zu zerstören und die Kapazität desselben mit seinen 16 Kopfgleisen auf acht Durchgangsgleise und damit um gut 30 Prozent zu reduzieren.

Inzwischen fand sich eine Gruppe von Personen zusammen, die dafür eintritt, dass der Bildhauer Peter Lenk eine Skulptur zum Thema Stuttgart 21 und zur Geschichte des Widerstands gegen dieses Projekt schafft. Diese Skulptur soll in der baden-württembergischen Landeshauptstadt aufgestellt werden.

Die Lenkschen Arbeiten sind inzwischen bundesweit in mehr als 25 Städten zu sehen – überwiegend in Baden-Württemberg, aber auch beispielsweise in Berlin. Sie waren immer begleitet von großem öffentlichem Interesse. Seine bekannteste Arbeit, die „Imperia“, die in der Hafeneinfahrt zur Bodensee-Stadt Konstanz Jahr für Jahr Hunderttausende Touristen begrüßt und begeistert, wird von der „Berliner Zeitung“ weit oben im Ranking „Berühmte Statuen in aller Welt“ aufgeführt. Eine Gruppe derjenigen, die im Frühsommer und Sommer 2018 den Appell zum Stopp von Stuttgart 21 als erste unterzeichneten, besuchte im vergangenen Jahr Peter Lenk mehrmals in Bodman am Bodensee. (Die drei, die diesen Brief unterzeichnen, waren auch vor Ort.) Sie konnten den Künstler für ein solches Projekt gewinnen. Und seit einem guten halben Jahr ist das Kunstwerk in Arbeit. Dazu gibt es erste Zeitungsberichte – siehe beispielsweise den Artikel im „Südkurier“

Siehe: https://lenk-in-stuttgart.de/2019/01/17/der-mit-den-schlangen-ringt/

Seit zwei Wochen gibt es den Aufruf eines Personenkreises zur Unterstützung dieses Projekts und zur Kofinanzierung desselben. Wie vor einem Dreivierteljahr im Fall des Appells an den Bundestag zum S21-Stopp haben wir es unternommen, diese Kampagne zu koordinieren.

Unsere drei Bitten an Sie:

Lesen Sie den Aufruf zur Errichtung einer Skulptur zu Stuttgart 21 und zum Widerstand gegen das Monsterprojekt. Siehe: https://lenk-in-stuttgart.de/#start

Machen Sie auf diesen Aufruf in Ihrem Bekanntenkreis aufmerksam und werben Sie für die Unterstützung der Kampagne.

Prüfen Sie, ob Sie für das Werk Lenk-in-Stuttgart spenden können (Spenderinnen und Spender, die dies wünschen, werden auf einer Tafel am Sockel der Statue namentlich aufgeführt).

In den ersten zwei Wochen der Kampagne kamen bereits 10 Prozent der Spendensumme (oder gut 10.000 Euro) zusammen.

Übrigens: Wir sind davon überzeugt, dass Stuttgart 21 nicht zu Ende gebaut werden wird und dass der Kampf der Zivilgesellschaft – auch mit Ihrer Unterstützung – Erfolg haben wird. Im Herbst dieses Jahres jährt sich die Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 und damit der massenhafte Widerstand gegen Stuttgart 21 im zehnten Jahr. Und weiterhin gibt es an jedem Montag die Montagsdemonstration und Tag für Tag mit 24-Stunden-Präsenz die Mahnwache im Zelt gegenüber dem Hauptbahnhof am Arnulf-Klett-Platz. Am 28. Januar 2019 war es die 450. Montagsdemonstration!

Mit solidarischen Grüßen

Tom Adler (Stuttgart) – Winfried Wolf (Michendorf/Berlin) – Albrecht Müller (Pleisweiler)

PS: Vor der Überweisung von Spenden für die Skulptur bitten wir, die Eingabemaske auf der Webseite zu nutzen, wenn Sie als Spender bzw. Spenderin genannt werden möchten.

Die sieben Stationen des Stuttgart21-Kreuzwegs im Jahr 2018

Rede von Winfried Wolf in Stuttgart auf der ersten Montagsdemo des Jahres 2019 (am 7. Januar 2019)

Lassen wir doch auf der ersten Montagsdemonstration im neuen Jahr 2019 – gleichzeitig im Jahr zehn, seit es Montagsdemonstrationen gegen das Monsterprojekt gibt – das vergangene Jahr in Sachen Stuttgart 21 Revue passieren.
Als gelernter Katholik habe ich mich hier am klassischen Kreuzwegorientiert – an der via dolorosa – der schmerzenreichen Straße.
2018 war für die S21-Macher ja auch eine schmerzenreiche Wegstrecke, wie im Folgenden aufzuzeigen sein wird.
Dazu vorab ein Hinweis: Ich beschränke mich im Folgenden auf sieben Stationen, wie das im ursprünglichen Kreuzweg – auch „Nürnberger Kreuzweg“ genannt – auch so vorgesehen war. Eine Erweiterung auf die allseits bekannten 14 Stationen ist natürlich jederzeit möglich – gewissermaßen als Langfassung meines Referats.
Schließlich wurde ich nachdrücklich gebeten, hier die Kurzfassung vorzutragen – auch mit Rücksicht auf die Veranstaltung im 19h im Württembergischen Kunstverein – bei der ich erneut Referent sein werde. 1
Die Stationen auf dem schmerzenreichen Weg 2018 sind die folgenden sieben:

„Die sieben Stationen des Stuttgart21-Kreuzwegs im Jahr 2018“ weiterlesen