Kunst von Peter Lenk zu Stuttgart 21 in der Landeshauptstadt

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S21 – Das Denkmal. Die Chronik einer grotesken Entgleisung“

Zum Thema Stuttgart 21 wurden gut ein Dutzend Sachbücher und mehrere Romane verfasst und mindestens ein Theaterstück aufgeführt. Da ist es an der Zeit, dass das größte Bauprojekt in der jüngeren Geschichte der Stadt Stuttgart und die leidenschaftliche Auseinandersetzung um dieses Vorhaben mit einer Skulptur im öffentlichen Raum ihren Ausdruck finden. Der Bau des S21-Tiefbahnhofs mit rund 50 Kilometer langen unterirdischen Tunnelbauten hat – wie kein anderes Thema – die Bevölkerung und die Medien bewegt und die baden-württembergische Landeshauptstadt – wenn auch in höchst widersprüchlicher Weise – in die bundesweiten Schlagzeilen katapultiert.

Im Herbst 2019 jährt sich zum zehnten Mal der Beginn eines breiten Engagements der Zivilgesellschaft gegen das Bauvorhaben, das im März 2011 dazu führte, dass in Baden-Württemberg eine 58-jährige Periode mit CDU-Ministerpräsidenten beendet wurde. Dieses Engagement hält bis heute an – mit einem im neunten Jahr dauerhaft besetzten Mahnwachenzelt und mit Demonstrationen an jedem Montag seit knapp zehn Jahren.

Für dieses Vorhaben konnte der in Bodman am Bodensee lebenden Bildhauer Peter Lenk gewonnen werden. Die Lenkschen Arbeiten sind inzwischen bundesweit in mehr als 25 Städten zu sehen – überwiegend übrigens in Baden-Württemberg und immer begleitet von großem öffentlichen Interesse mit meist ausgesprochen positiven Auswirkungen auf den Tourismus. Seine bekannteste Arbeit, die „Imperia“1, die in der Hafeneinfahrt zur Bodensee-Stadt Konstanz Jahr für Jahr Hunderttausende Touristen begrüßt und begeistert, wird von der „Berliner Zeitung“ weit oben im Ranking „Berühmte Statuen in aller Welt“ aufgeführt.

Lenk wird in der „Stuttgarter Zeitung“ als „bukolischer, burlesker, zutiefst gegenständlicher Figurenschaffer“ und im „Spiegel“ als „Bildhauer mit ausgeprägtem Sinn für das Groteske im Alltag“ beschrieben2. Die des Öfteren vorgetragene Beschuldigung, er sei ein Provokateur, kommentiert Lenk mit: „Ich provoziere nicht, ich spiegle die Provokation.“3 Wobei die Reaktionen auf diese Spiegelungen höchst unterschiedliche sind. Eine eher banale bestand darin, dass Martin Walser bekennt, er habe wegen des Lenk-Denkmals in seinem Wohnort Überlingen, das ihn als Eiskunstläufer zu Pferde auf den zugefrorenen Seen deutscher Geschichte darstellt, extra den Friseur gewechselt, „damit ich da nicht mehr vorbeikommen muss.“4

Einige aus der Runde derjenigen, die diesen Aufruf unterzeichnen, konnten sich bei unterschiedlichen Gelegenheiten vor Ort in Lenks Atelier davon überzeugen, dass das in Entstehung begriffene Lenksche Werk zu Stuttgart 21 ebenso eindrucksvoll wie – der Bedeutung des Themas angemessen und dem Wirken des Künstlers gemäß – bunt, prall und vielschichtig zu werden verspricht. Es handelt sich um eine acht Meter hohe Skulptur mit einer Grundfläche 270 auf 270 Zentimeter auf schwerer Sockelkonstruktion aus Stahl, die ohne Fundament auf jedem ebenen Platz oder gewachsenen Boden aufgestellt werden kann. Die Figuren sind aus Epoxidharz gebundenem Kalkstein mit Edelstahlarmierung. Lenk gibt mit den folgenden Worten erste Einblicke in sein Schaffen: „S21 – Das Denkmal. Die Chronik einer grotesken Entgleisung. Ein irrer Tunneltrip durch Gipskeuper und Mineralbäder. Ungebremst durch Wasserwerfer, vorbei an Parkschützern, Kommunikationsexperten und verdächtigem Juchtenkäferkot. Mitten hinein in die griechische Mythologie und hoch hinaus ins Wolkenkuckucksheim, dem Ort der Wünsche und der in Beton gegossenen Sehnsüchte.“

Die Zivilgesellschaft hat, auch bundesweit, immer wieder den Ausstieg aus Stuttgart 21 gefordert (zuletzt im Herbst 2018 mit dem Appell an den Bundestag „Stoppen Sie Stuttgart 21 jetzt!“). Die große, freistehende Plastik könnte sich – ähnlich der „Imperia“ in Konstanz – zu einem eindrucksvollen Kristallisationspunkt des öffentlichen Interesses und des Tourismus in der Landeshauptstadt entwickeln.

Wir sind überzeugt, dass das Werk von Peter Lenk auf ein großes, positives Echo stoßen und für dieses in Stuttgart am Ende ein angemessener Standort im öffentlichen Raum gefunden wird. Eine Probeaufstellung auf dem Schlossplatz oder vor dem Bahnhof wäre wünschenswert, ist jedoch für das Projekt nicht  entscheidend.

Hiermit starten wir eine umfassende Kampagne zur Finanzierung des Projekts. Zu diesem Zweck wurde die Website www.lenk-in-stuttgart.de5 eingerichtet, die über Peter Lenk, das Projekt „S21 – Das Denkmal“ und über Ereignisse in diesem Zusammenhang berichten und eine Spendensammlung durchführen wird. Das mit dieser Kampagne gesetzte Spendenziel sind 100.000 Euro (die gesamten Kosten liegen deutlich höher). Die Namen der Spenderinnen und Spender werden (in den Fällen, wo dies gewünscht wird) auf einer Tafel am Sockel der Skulptur genannt. Peter Lenk versichert, die Plastik werde „in jedem Fall fertigerstellt und aufgestellt – wo auch immer.“

Die Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner (Stand 1. Januar 2019):

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Sabine Bade (Konstanz) // Joe Bauer (Stuttgart) // Heinz Burkhart (Gaienhofen) // Klaus Gebhard (Stuttgart) // Josef-Otto Freudenreich (Stuttgart) // Ingo Irion (Schwanau) // Susanne Kärcher (Reutlingen) // Sabine Leidig (Berlin und Kassel) // Dr. Eisenhart von Loeper (Stuttgart) // Volker Lösch (Berlin) // Arno Luik (Hamburg) // Dr. Günther Maldoff, Konstanz // Peter Mannherz (Singen) // Dr. Waldemar Merck (Allensbach) // Albrecht Müller (Pleisweiler) // Roland Nitsche (Konstanz) // Michael Ploschke (Radolfzell) // Christine Prayon (Stuttgart) // Dr. Hans-Jörg Reichert (Singen) // Jürgen Resch (Überlingen) // Werner Sauerborn (Stuttgart) // Anette Sorg (Pleisweiler) // Michael Stadler (Konstanz) // Sava Vinocic ( Gaienhofen) // Helmut Weber (Emmingen-Liptingen) // Dr. Helmut Weidhase (Konstanz) // Dr. Winfried Wolf (Wilhelmshorst-Michendorf)


Spenden

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100.000 Euro – Lenk-Skulptur zu Stuttgart21

Zur Unterstützung des Projekts einer Lenk-Skulptur zu Stuttgart 21 in der baden-württembergischen Landeshauptstadt haben wir uns das Spendenziel von 100.000 Euro gesetzt.

Die Namen der Spenderinnen und Spender werden auf einer Tafel am Sockel der Skulptur genannt (natürlich nur in den Fällen, in denen dies ausdrücklich gewünscht wird). Um genannt zu werden ist es notwendig, die unten genutzte Spendenmaske zu nutzen.

Peter Lenk versichert, die Plastik werde „in jedem Fall fertigerstellt und aufgestellt.“

Spenden bitte auf das Konto: BFS e. V. [Büro für Frieden und Soziales]

IBAN DE04 1605 0000 3527 0018 66 // BIC WELADED1PMB

Als „Betreff“ bitte notieren: „Lenk-in-Stuttgart“

€4.742 von €100.000 gespendet
Persönliche Informationen

Im Fall einer Spende von 100 und mehr Euro:
Ich werde 100 Euro bzw. mehr spenden und möchte eine der beiden Buchprämien mit Widmung des jeweiligen Autors zugesandt bekommen:
Angaben für die Zustelladresse:
Spendenanweisung:

Um zu spenden überweisen Sie den gewünschten Betrag bitte auf folgendes Konto:

BFS eV  Büro für Frieden und Soziales

MBS (Mittelbrandenburgische Sparkasse)

IBAN: DE04 1605 0000 3527 0018 66   BIC: WELADED1PMB

Betreff: Lenk in Stuttgart

Spendensumme: €30,00